Startup im Interview: ASDRO

  • Geophysikalische Vermessung
  • Veröffentlicht am: 15.07.2020
Startup im Interview: ASDRO

Das Oberhausener Startup ASDRO ist Spezialist für den Einsatz von geophysikalischer Sensorik auf Drohnen.

Im Interview mit dem Gründerteam erfahrt Ihr mehr über ASDRO, seine Story hinter dem Startup und wo seine innovative Technologie zum Einsatz kommt.

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Was ist Eure Geschäftsidee?

ASDRO (Advanced & Specialized Drone Solutions) kombiniert Geo-Daten für eine schnelle Interpretation der Oberfläche und des Untergrunds und nutzt dazu präzise und schnelle Drohnen-Technologie. ASDRO arbeitet mit dem Verfahren der Drohnen-Photogrammetrie und ist spezialisiert auf den Einsatz von geophysikalischer Sensorik auf Drohnen.

Mit der von ASDRO selbst entwickelten Drohnen-Geomagnetik Methode lassen sich z.B. Kampfmittel, eisenhaltige Altlasten, Pipelines sowie stromführende Leitungen im Boden detektieren. Zur Detektion fliegt eine Drohne, die mit einem Magnetometer ausgestattet ist, autonom über ein vorher geplantes Messgebiet und misst das örtliche Magnetfeld der Erde. 

Vor allem in schwer zugänglichen Gebieten und zum Sondieren von großen Flächen hat die Drohnen-Geomagnetik einen Vorteil gegenüber herkömmlichen Verfahren. Die Drohne als Trägerplattform schließt die Lücke zwischen zeitintensiven Handvermessungen und teuren Helikoptervermessungen.

Was ist Euer Geschäftsmodell und wer sind Eure Kunden?

Durch die Dienstleistung der Drohnen-Geophysik und die anschließende Aufbereitung und Übergabe der Daten werden unsere Umsätze generiert. Kunden sind vor allem Energieversorger, Gemeinden und Stiftungen, die unsere Dienstleistungen für die Planung und Durchführung der Bauprojekte benötigen.

Wie ist die Idee entstanden?

Die Idee ist während unseres Studiums der Geophysik entstanden. Damals sind wir noch zu Fuß über die Felder gelaufen und sind oft an unsere Grenzen gestoßen, wenn das Gelände unzugänglich oder zu gefährlich war. 

Daher kam der Gedanke die Mess-Sensorik mit der Drohne als Trägerplattform zu kombinieren. Damit konnten die Messungen schneller durchgeführt werden und die Drohne konnte in allen Bereichen messen, die vorher einfach nicht erreichbar waren. 

Bei einem Forschungsprojekt in Kiruna, Nordschweden haben wir dann unseren ersten Prototyp getestet und schnell wurde klar, dass wir uns als Team sehr gut ergänzen und wir die Methode in der Wirtschaft ausprobieren möchten.

Wie finanziert Ihr Euch?

ASDRO hat sich bisher ausschließlich selbst finanziert. Durch den großen Bedarf an unserer Dienstleistung hatten wir von Anfang an zahlende Kunden und genug Umsatz, um die Startphase mit ersten größeren Investitionen zu meistern.

Was treibt Euch an, Euch jeden Morgen aufs Neue ins Startup-Hustle zu stürzen?

Wir brennen für unsere Idee und wollen das volle Potential ausschöpfen. Die gute Resonanz treibt uns an und auch das schöne Umfeld bei uns im Co-Working Space von Startport motiviert uns dazu, lange und produktiv zu arbeiten.

Ihr steht als Unternehmer noch am Anfang. Wer sind Eure Vorbilder und warum?

Vorbilder haben wir keine. Wir glauben an uns und sind gestärkt durch Mentoren und Kontakte aus der Wirtschaft und Wissenschaft, von denen wir auf Vertrauensbasis lernen können.

Wenn’s mal nicht so rund läuft, was ist Eure Krisen-Strategie?

Wir sind grundsätzlich optimistisch. Selbst wenn es zur Krise kommt, geben wir nicht auf und finden oft schnell eine Lösung das Problem zu meistern und wieder zu einer klaren Linie zurückzukehren.

Wo steht Ihr gerade und was sind Eure nächsten Meilensteine?

Zurzeit festigen wir unsere Kundenbeziehungen und arbeiten größer Projekte ab. Die nächsten Ziele sind die Entwicklung weiterer Methoden der Geophysik an der Drohne und die Vergrößerung unseres Teams um den Bedarf an unserer Dienstleistung decken zu können. Des Weiteren wollen wir unsere Dienstleistung international anbieten können.